Hochmeister Alpin
Hochmeister Alpin

Besteigung Mera Peak - 6461 m

Um 8 Uhr gehen wir von Khare bei zunächst sehr schönem Wetter los. Nach eineinhalb Stunden erreichen wir den Gletscher, wo wir Steigeisen anlegen und uns anseilen.

Am Gletscher ist es zunächst extrem heiß, doch das Wetter wird zunehmend schlechter und als wir um 11:30 Uhr das Lager erreichen, beginnt es bereits leicht zu regnen. Wir verbringen den Nachmittag im Zelt und spielen Karten. Später packen wir noch unseren Rucksack und bereiten uns auf den morgigen Anstieg ins Hochlager vor.

Wir haben beide ein bisschen Kopfweh, nachdem wir aber ein Pulver genommen haben geht es uns besser. In der Nacht schneit es, am nächsten Morgen liegen gut 10cm Neuschnee.

 

 

Um 7 Uhr wecken, nach ausgedehntem Frühstück marschierten wir um 9 Uhr los. Der Weg ins Hochlager führte uns 3h lang bei großer Hitze über den Gletscher, doch sowie wir im Lager ankamen drehte das Wetter und es begann zu schneien.

An diesem Tag waren wir erstmals mit unseren schweren Rucksäcken unterwegs, was uns den Aufstieg spürbar erschwerte. Später am Abend kam die Sonne noch einmal zum Vorschein und wir bekamen tolle Sicht sowohl auf den Gipfel als auch die umliegenden Berge samt Mount Everest. Am Abend konnte ich lange nicht einschlafen, für mich war es eine sehr kurze Nacht.

 

 

Um 2 Uhr wurden wir geweckt, nach kurzem Frühstück marschierten wir kurz nach 3 Uhr los. Zusammen mit unserem Sherpa Lakpa Dorje gehen wir voraus und erreichen als erste Gruppe um 6:30 Uhr den Vorgipfel. Obwohl es anfangs noch recht warm war (-10°C), kühlte es im Laufe der Nacht deutlich ab, und wir mussten uns bemühen, damit unsere Hände und Füße nicht auskühlten. Am Vorgipfel angekommen kam aber die Sonne zum Vorschein und es wurde angenehm warm.

Für den letzten Aufschwung zum Gipfel wurde ein Fixseil verlegt, da hier eine Gletscherspalte zu überqueren war. Um 7Uhr45 erreichten wir  schließlich als erste Gruppe der Saison am 15. September den Hauptgipfel. Bei traumhaften Wetter und grandioser Fernsicht auf 5 8000er verweilten wir über eine Stunde am Gipfel, bevor wir in 45min wieder ins Hochlager abstiegen.

 

Nach einer längeren Rast im Hochlager marschierten wir zurück ins Basislager, wo es sogleich zu regnen begann. Jedoch war der Tag noch nicht zu Ende, denn wir mussten noch 2 Stunden ins nächste Camp in Kongme Dingma im Hunku Valley absteigen. Im Zelt angekommen waren wir komplett durchnässt und konnten uns nur schwer von den Strapazen des Tages erholen.

 

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© Lukas und Josef Hochmeister