Hochmeister Alpin
Hochmeister Alpin

Cho Oyo (8201 m, Tibet), 28.8. - 9.10.2010

Der Cho Oyo ist mit 8201 der sechtshöchste Berg der Welt; er wurde erstmals 1954 von einer kleinen österreichischen Expedition unter der Leitung von Herbert Tichy bestiegen.

 

Die Anreise führte uns über Kathmandu nach Lhasa, der Hauptstadt Tibets, und anschließend über das tibetische Hochplateau ins Chinesische Basislager (4900 m). Von dort ging es zu Fuß und mit Yaks weiter ins Advanced Base Camp, das sich auf einer Moräne in einer Höhe von 5800 m befindet und für die nächsten vier Wochen unser zuhause war. Um sich ausreichend für den Gipfelgang zu akklimatisieren, haben wir mehrere Akklimatisationstouren in die diversen Zwischenlager am Berg unternommen und dort auch geschlafen; mit der Übernachtung in Camp 2 auf ca. 7200 m haben wir die Akklimatisationsphase schließlich erfolgreich abgeschlossen.

 

Nun begann das wetterbedingte Warten auf den Gipfelgang, den wir schließlich am 27.9. mit dem Aufstieg ins Lager 1 begannen. Leider waren die Schneebedingungen im obersten Bereich der Berges heuer so schlecht, dass es im Zuge der Verlegung der Fixseile mehrmals zu Lawinenunfällen gekommen ist; da es während unseres Aufstiegs ins Lager 1 beim Verlegen der Fixseile über dem Camp 3 leider wieder zu einem Unfall gekommen ist, mussten schließlich alle Besteigungsversuche aufgegeben werden, um das Leben der Sherpas sowie der Bergsteiger nicht weiter zu gefährden. Damit ging die Expedition zwar ohne Gipfelerfolg, aber nicht ohne bleibende beeindruckende Erlebnisse zu Ende.

 

Die Rückreise erfolgte schließlich über Zhangmu nach Kathmandu, von wo wir noch zu einer dreitägigen Safari in den Nationalpark Chitwan aufbrachen, bevor wir unsere Heimreise nach Wien bzw. Lukas die Tour ins Solokhumbu antraten.

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© Lukas und Josef Hochmeister