Hochmeister Alpin
Hochmeister Alpin

Von Lhasa ins Chinese Base Camp (4900 m)

 

Am Morgen geht es mit einem Kleinbus in einer eindrucksvollen achtstündigen Fahrt nach Xigatse (3800 m). Der Weg führt uns durch phantastische Landschaften mit türkisblauen Seen, über zwei hohe Pässe (4700 und 5000 m) zuletzt durch eine langgezogene Hochebene mit Getreidefeldern. Die Lichtverhältnisse lassen uns immer wieder staunen und stehen in krassem Gegensatz zu den kleinen, ärmlichen Dörfern mit unwirtlichen Steinhäusern. Immer wieder passieren wir auch Militärkontrollen und vor allem an den Einfahrten zu größeren Siedlungen wird die Präsenz des chinesischen Militärs eindrucksvoll zur Schau gestellt. In Xigatse selbst gibt es ein grosses Kloster, das eindrucksvoll am Rande der Stadt liegt. Wir schlafen ausgezeichnet bis ½ 9 Uhr chinesischer Zeit.

 

Am nächsten Morgen (3.9.) geht es in fünfstündiger Fahrt nach New Tingri (4350 m). Wieder fahren wir über hohe Pässe, der höchste davon 5250 m. Das Wetter ist heute bedeckt; allmählich verschwinden die Getreidefelder und die Landschaft wird noch karger.

Nach unserer Ankunft machen wir noch eine ca. zweistündige Akklimatisationswanderung und klettern über brüchigen Fels bis auf 4700 m; es geht uns ausgesprochen gut dabei. Danach machen wir noch einen kurzen Ausflug ins Dorf, das aus einigen dunklen und verwahrlosten Steinhütten besteht, und kaufen Schokolade; immer begleiter von einigen hungrig aussehenden Hunden, in die überall im Dorf und in der Nähe der Unterkunft anzutreffen sind.

 

Wir bleiben zwecks besserer Akklimatisation noch einen Tag in New Tingri und machen am nächsten Morgen einen Ausflug nach Shegar, wo wir entlang einer alten Festungsanlage aufsteigen. Die Dorfkinder begleiten uns fast den ganzen Weg und freuen sich über Sussigkeiten; im Abstieg besuchen wir noch ein kleines Kloster. Wir verbringen unsere letzte Nacht im Bett für die nächsten vier Wochen.

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© Lukas und Josef Hochmeister